Asha


Der indische Kunsthandwerker Mohammed Talib stellt Schmuck in seiner Werkstatt unter fairen Arbeitsbedingungen her. Unterstützt wurde er beim Aufbau seiner Werkstatt von der Fair-Trade-Organisation Asha – und kann heute mit seiner Frau und seinen drei Kindern von seiner Handwerkskunst leben.

Asha ist Sanskrit und heißt übersetzt „Hoffnung“. Die gleichnamige Organisation wurde 1975 von verschiedenen christlichen Verbänden als alternative Vermarktungs- und Exportorganisation gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, für gerechte Produktionsbedingungen und fairen Handel einzutreten. Damit will sie vor allem sozial benachteiligten Kunsthandwerkern wie Mohammed Talib helfen, sich mit der Produktion hochwertiger Fair-Trade-Produkte eine eigene, unabhängige Existenz aufzubauen. Asha berät zum Beispiel bei Designfragen und hilft bei der Vermarktung der Produkte. Besonders wichtig ist der Not-Profit-Organisation, dass die Produzenten ausgebildet und geschult werden – in Fair Trade, Marketing und Materialkunde.

History

Mit ihrem Engagement fördert die Organisation das indische Kunsthandwerk und hebt das Einkommen und den Lebensstandard der Produzenten nachhaltig. Sie unterstützt Kunsthandwerker wie Mohammed Talib dabei, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Der Familienvater lebt im Norden Indiens und stammt aus einer Familie, in der die Herstellung von Produkten aus Knochen eine lange Tradition hat. Durch die Hilfe von Asha konnte er vor zehn Jahren seine eigene Werkstatt eröffnen. Inzwischen arbeitet er so erfolgreich, dass er 14 Mitarbeiter beschäftigen kann. Dank der fairen Preise, die Mohammed Talib für seine Produkte wie die Kette mit grün eingefärbtem Harz bekommt, hat er ein gesichertes Einkommen und kann seine drei Kinder auf eine Mittelschule schicken, auf der auch Englisch unterrichtet wird.

500 Handwerker aus ganz Indien profitieren wie Mohammed Talib von der Unterstützung durch Asha. Unter gerechten Arbeitsbedingungen produzieren sie Musikinstrumente, Alltags- und Kunstgegenstände aus Holz, Metall, Keramik, Papier und aus Knochen und erhalten für ihre Handwerkskunst faire Preise.

Asha ist Mitglied in der World Fair Trade Organisation (WFTO). Als diese 2011 das neue Fair-Handels-Siegel “Sustainable Fair Trade Management System” entwickelte, war Asha das erste Projekt, dass dieses Siegel erhielt.