Sapia


Gegründet von einer Ärztin mit einem Faible für Kunsthandwerk aus recycelten Orangenschalen, ist Sapia heute ein florierendes Fair-Trade-Unternehmen, das seinen Mitarbeitern ideale Arbeitsbedingungen bietet.

Sapia wurde 1997 von der Kolumbianerin Ana Maria Piedrahita gegründet – einer Ärztin mit einer großen Leidenschaft für das traditionelle Kunsthandwerk. Sie experimentierte mit Orangenschalen, die ihre Nachbarn und Freunde für sie sammelten. Ana Maria Piedrahita stellte daraus Blumen, Puppen und andere Geschenke für Freunde her. Als die Schalen nicht mehr ausreichten, kaufte sie Saftverkäufern auf der Straße größere Mengen ab. Drei Jahre später heuerte sie einen Ingenieur zur Unterstützung an und gemeinsam bauten sie ein kleines Unternehmen auf. Sie erweiterten ihre Produktpalette und konnten ihr Verkaufsvolumen in kurzer Zeit verzehnfachen. Ihr Credo bis heute: Wir benutzen ausschließlich natürliche oder recycelte Materialien. Samen der Canna-Blume oder Taguapalme, Baumwolle, Leder und andere Naturmaterialien verarbeiten die Kunsthandwerkerinnen bei Sapia zu modischem Schmuck.

History

„Wir lieben es, mit unseren Händen zu arbeiten, damit spielerisch zu experimentieren und etwas zu erschaffen. Unser Kunsthandwerk zeigt, was wir jeden Tag in uns selbst finden: Gedanken, Bilder, Erfahrungen und Gefühle“, lautet die Firmenphilosophie von Sapia.

Je besser es dem Unternehmen ging, umso mehr Personal konnte Sapia einstellen – zu fairen Bedingungen. Sapia beschäftigt inzwischen 75 festangestellte Mitarbeiter und arbeitet mit mehr als 100 externen Arbeitern zusammen, mehr als zwei Drittel davon sind Frauen. Die meisten stammen aus benachteiligten Schichten, einige mussten vor den bewaffneten Konflikten zwischen Regierungsarmee und der Widerstandsbewegung in Kolumbien fliehen und kamen so nach Bogotá, dem Hauptsitz von Sapia.

Die Angestellten erhalten eine Ausbildung, faire Löhne, einen Zuschlag für Wochenendarbeit, geregelte Arbeitszeiten, Weihnachtsgeld und bezahlten Urlaub. Sie werden außerdem am Gewinn beteiligt, sind kranken- und rentenversichert und bekommen ein vierzehntes Monatsgehalt als Rücklage für ihren Hausbau, eine Ausbildung oder für den Fall einer Kündigung. Besonders gefördert werden Studenten: Sapia übernimmt die Kosten für die Universität von drei Studenten, die nebenbei im Unternehmen arbeiten und nach ihrer Ausbildung fest angestellt werden. Das Fair-Trade-Unternehmen ist bekannt für seine sehr engen und persönlichen Beziehungen zu den Angestellten und Geschäftspartnern.

Sapia ist heute der wichtigste Exporteur kolumbianischen Kunsthandwerks und ist anerkannter Handelspartner von Globo Fair Trade Partner und der CONTIGO Fair-Trade-Gruppe. HUMMEL&WOLF vertreibt aus der Schmuckvielfalt von Sapia eine Kette mit braunen und weißen Scheiben aus Tagua und ein Armband aus türkisgefärbten Chirillasamen.